|
Reisebericht Bali
Tulamben - Dezember 2009/Januar 2010
Auf der Suche nach einem neuen Lungenautomaten im Internet sind wir in Bali gelandet. Ein allseits bekanntes Beispiel dafür, wie man sich im World Wide Web «entführen» lassen kann: Statt des Lungenautomaten findet Küde einen alten Bekannten von der Pindito, Pedro Wettstein, der heute auf Bali ein Tauchresort besitzt. Die Homepage www.villa-markisa.com ist dermassen verlockend, dass wir sofort die Agenda und Geldbörse studieren – beide nicken zustimmend.
«Seraya Secrets» bei Tulamben (im Nordosten von Bali, max. 3 Std. Transfer vom Flughafen)) gilt als einer der besten Makro-Tauchplätze von Bali. Die Entdeckerin Christiane Waldrich hat hier, zusammen mit Pedro Wettstein, ein aussergewöhnliches Tauchresort geschaffen. Die freistehenden, sehr geräumigen Bungalows mit kreativer Architektur verfügen über ein Bad unter dem Blätterdach im tropischen Garten und Meersicht. Absolutes Highlight ist es, von der schönen Terrasse mit der grossen Kuschelecke traumhafte Sonnenaufgänge über dem Meer zu erleben. Ein grosszügiger Süsswasserpool, Jacuzzi und Sonnenliegen bilden das Zentrum der idyllischen Gartenanlage mit blühenden Bougainvilleas, Frangipani- und Mangobäumen. Das Restaurant erreicht man über einen Teich mit Seerosen. Hier werden vorwiegend indonesische Gerichte serviert. Über Mittag konnten wir meist selber wählen, ob Suppe, Hühnchen, Bami Goreng oder Fried Rice. Und zum Dessert standen die wunderbaren Früchte Balis auf dem Speisezettel: Mangostane, Papaya, Mango, Schlangenfrüchte usw. Nach Pedros Anleitung stellt die Küchencrew gar eigene Konfitüre her aus Jackfruit oder einer seltenen balinesischen Pflaume, auch die Glace ist selbstgemacht – eine Köstlichkeit. Trinkwasser gibt’s in der ganzen Anlage gratis.
Der beste Muck-Dive-Platz der Region Tulamben befindet sich vor der Villa Markisa. Am schräg abfallenden Hang aus schwarzem Sand tummeln sich Unmengen von bunten Schnecken, Harlekingarnelen, Anglerfischen, Feuerseeigeln, Fledermausfischen, Schnepfenmesserfischen usw.
Was wir ausserordentlich schätzten, war die Möglichkeit, individuell zu tauchen, so dass es zum Ausschlafen und genüsslichen Frühstücken reichte. Je nach Wunsch begleitete uns ein Guide, dank ihm haben wir viele Kostbarkeiten entdeckt, an denen wir bestimmt vorbeigeschwommen wären. Mit max. 14 Gästen ist der Tauchbetrieb klein und gut organisiert. «Ich will meinen Gästen grösstmöglichen Freiraum bieten, viel zu oft habe ich erlebt, wie starr und unflexibel andere Tauchbasen arbeiten», meinte Pedro.
Neben Seraya werden umliegende Tauchplätze mit dem eigenen Tauchboot angefahren. Auch hier konnten wir oft unsere Wünsche anbringen. Beispielsweise betauchten wir zweimal in aller Herrgottsfrühe das einzigartige, von Tauchern aus aller Welt besuchte Wrack der USS Liberty, welches nur 5 Minuten entfernt liegt.
Pedro und Christiane sind echte Gastgeber und kümmern sich sorgfältig um das Wohl ihrer Gäste. Dies fängt bei der persönlichen Begrüssung mitten in der Nacht an und geht weiter mit wertvollen Tipps zu Land und Leuten, z. B. dass im Dorf ein Hahnenkampf stattfindet oder ein Markt abgehalten wird. Landausflüge werden ebenso organisiert wie eine balinesische Massage. Am grossen Esstisch sitzen die beiden zusammen mit ihren Gästen und teilen ihre Erfahrungen aus der nicht unbeschwerten Aufbauarbeit in diesem Land. Und gespickt werden diese Geschichten mit den unverkennbaren, nicht immer ganz züchtigen Witzen aus Pedros Fundus. Lange haben wir nicht mehr so richtig herzlich gelacht.
So viel hat uns diese Reise gekostet:
2 Personen, 15 Tage, Vollpension, inkl. Transfer und 11 Tage nonlimit-Tauchen
Flug Fr. 4527 (Hochsaison) Singapore Airlines
Markisa Fr. 5575 = Fr. 10 102 total
+ je 25 US-Dollar Visum, Trinkgeld, Weihnachts- und Silvestermenü, Getränke
Bericht und Foto: A. + K. Lehmann
|